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Berechne Dein persönliches Brustkrebs RISIKO

JEP! Die gibt es und zwar jede Menge. In der Grafik sind aber nur einige davon aufgeführt.  Manche davon kannst Du beeinflussen und manchen bist Du scheinbar hilflos ausgeliefert. Ob das wirklich so ist oder nicht, entscheidest Du am Ende allein.

Wie funktioniert das eigentlich mit den Risikogruppen? Wie werden sie gefunden? Stell Dir vor, ich würde eine bestimmte Menge an Brustkrebs erkrankten Frauen fragen, ob sie schon einmal mit einem Flugzeug in den Urlaub geflogen sind, weil ich vermute, dass dies ein Auslöser für Krebs sein kann. Jetzt nehme ich die Antworten und schaue sie mir an. Wenn viele Frauen schon geflogen sind, ist die Wahrscheinlichkeit am Ende höher an Krebs zu erkranken – zumindest behaupte ich das. Ob es wirklich so ist, kann ich nicht sagen. Es ist eine mögliche Ursache, keine Tatsache. Genauso gut könnte ich erfragen, wie oft die Frauen sich die Haare kämmen oder in den Spiegel schauen…

Allerdings gibt es auch Risiken, die durch wissenschaftliche Versuche z.B. an Mäusen bestätigt wurden. Das Rauchen zum Beispiel. Dabei auch interessant, dass ein Joint/Cannabis bis zu 20 mal schädlicher ist als eine Zigarette. 

Ich stelle euch erstmal fünf Risiko-Gruppen vor, die Wissenschaftler aus Studien gebildet haben:

  • Lebensalter
  • Risiko Gene
  • Lebensstil
  • Umwelt
  • Hormone

Lebensalter – Wenn Du über 50 bist, dann hast Du Pech. Denn damit gehörst Du zu der Gruppe, die am häufigsten an Brustkrebs erkrankt. Eine Prozentzahl habe ich jetzt nicht, aber jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. 72.000 Frauen daran. Unter 50 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit nur bei 18 % – also so jede 5 Frau oder bezieht sich die Prozentzahl auch auf Männer?

Ich denke, dieses Risiko ist kompletter Quatsch, denn Frauen werden in der Regel erst ab 50 zum Mammographie Programm eingeladen. Das heißt also nicht, dass nicht vorher schon was da war. Außerdem gehen nicht alle Frauen zur Vorsorge.

Risiko Gene – eine meiner Lieblingsrisiken. Das Risiko liegt bei 5 % – 10 %, dass Brustkrebserkrankte genetisch belastet sind. Das kann man mit einem Bluttest feststellen lassen und das zahlen die Krankenkassen, wenn in der Familie schon Fälle von Brustkrebs oder/und Eierstockkrebs vorgekommen sind. Also, das bedeutet, dass über 90 % aller Brustkrebserkrankten „spontan“ Krebs bekommen haben. Damit stellt sich auch die Frage, ob die Gengeschichte auf Dauer haltbar ist, wenn man sich die Lebensumstände der älteren und alten Patienten mal genauer ansehen würde (Pille, Hormone in den Wechseljahren, Alkohol, Nikotin, wenig Bewegung, Ernährung, Übergewicht, Umweltgifte wie Asbest usw.). Dazu kommt, dass es sich um ein Risiko handelt und nicht gesagt ist, dass es eintrifft. 

Lebensstil – Es ist nicht neu, dass wir mehr für unsere Gesundheit tun sollten. Vermutlich auch deshalb, weil unsere Umweltbelastung immer schlechter wird und das Risiko schon deshalb erhöht. Also mehr Sport bzw. Bewegung und das täglich und nicht nur ab und an. Das bestätigen immer mehr Studien. Dazu viel Obst und Gemüse und vollwertige Kohlehydrate wie sie z.B. in Vollkornbrot stecken. Rotes Fleisch lieber meiden und dafür Fisch und Huhn. Oder gleich vegetarisch und das Eiweiß mit Hülsenfrüchten usw. ersetzen. Alkohol, Nikotin, Medikamente und Übergewicht katapultieren Dich gleich mal nach ob an die Risikoliste. Auch die Psyche spielt eine große Rolle, aber noch nicht wirklich für die Mediziner. Hier sollten wir Frauen viel achtsamer mit uns selbst umgehen. Wer zufrieden ist, greift weniger zu Süßem oder Alkohol usw., hat mehr Lust auf Bewegung und dadurch funktioniert die körpereigene Abwehr wesentlich besser. 

Umweltbelastung – Dieser Punkt wird von den Fachleuten vernachlässigt und spielt keine Rolle. Warum? Ich denke, weil man damit nichts verdienen kann. Das kostet nur, also es zu beheben bzw. zu ändern. Denken wir mal wieder an das Asbest und dann an Tschernobyl, Fukushima, Glyphosate, Feinstaub, Schwermetalle, Hormone- und Antibiotika, Pestizide, Farb- und Aromastoffe, Mikroplastik usw. Dazu kommt die Belastung des Röntgen und Bestrahlen – wenn ihr mehr dazu wissen wollt, lest meinen letzten Roman (Die Zifferblattmalerin).

Hormone – und das ist das lustigste Risiko (Ironie), weil es praktisch aussagt, dass Du eben Pech hast, wenn Du als Frau geboren wurdest. Die Hormone haben nämlich in jedem Lebensalter und -phase irgendeinen Einfluss, der Dein Krebsrisiko angeblich erhöht. Wann hast Du Deine Periode das erste Mal bekommen? Wann das letzte Mal? Wie viel Kinder geboren, und in welchem Lebensalter, hast Du gestillt? Wenn ja wie lange? Wann haben Deine Wechseljahre angefangen, wie lange haben sie gedauert? Und so weiter…

Für mich sind diese Risiken nichts weiter als Zufälle. Zufälle deshalb, da die meisten Patienten Frauen sind und es daher ganz normal ist, dass diese Faktoren überhaupt erstmal vorhanden sind. Diese Daten zu sammeln und daraus eine Risikowahrscheinlichkeit zu kreieren mutet wie das werfen einer Münze an. 

Berechne Dein eigenes Risiko:

Ich hänge Dir die Grafik von oben hier noch einmal an. Sie ist nur ein Beispiel. Für manche Risikofaktoren gibt es Wahrscheinlichkeiten in Prozent, für andere nicht. Manches kannst Du auch nicht beeinflussen, wie Dein Alter zum Beispiel. Aber das spielt auch nicht wirklich eine Rolle. Wichtig ist, dass Du für Dich selbst Faktoren in Deinem Leben ansiehst die nicht gut sind und sie dann einschätzt. Zum Beispiel findest Du, dass Du psychisch belastet bist – vielleicht durch ein Kindheitstrauma… Versuche eine Einschätzung zu machen, wie sehr dies Deinen Alltag, Dein Leben beeinflusst und gib dem eine Prozentzahl. Und so machst Du weiter. Menschen die in höheren Lagen wohnen sind z.B. mehr natürlicher Strahlung ausgesetzt als Menschen nahe der Wasserkante. In Großstädten muss die Prozentzahl höher sein, als am Land. usw.

Am Ende siehst Du wie hier am Beispiel ganz genau um welche Dinge Du Dich dringend kümmern musst, bzw. die Du lieber in Zukunft lassen solltest. Ob das Krebs wirklich verhindert, kann Dir niemand sagen, aber auf jeden Fall lebst Du bewusster und vermutlich auch zufriedener. Denn die Ursachen für Krebs an sich sind nicht klar, es sind nur Vermutungen auf Grund von Statistiken bzw. Versuchen im Labor. 

Fiktive Grafik!