Veröffentlicht in Lebensstil, Psychisch

Gibt es ein Leben danach?

Na darüber wird es wohl noch einige Blogbeiträge geben. Fürs erste soviel:

Ich warte auf das Ergebnis vom Gentest. Ursprünglich dachte ich mir, dass es ja egal ist, ob ich das weiß oder nicht, weil es dann trotzdem nicht gesagt ist, ob ich Eierstockkrebs bekomme. Aber jetzt denke ich mir, dass wenn es genetisch ist, lasse ich mir vielleicht die Eierstöcke entfernen. Denn dieser Krebs ist sehr aggressiv und bildet schnell Metastasen. Das Risiko scheint mir derzeit sehr hoch, sollte es genetisch sein. Ich habe das bei meiner Mutter mitgemacht und wünsche das niemanden, nicht mal meinem ärgsten Feind.

Wenn es nicht genetisch ist, was ich sehr hoffe, weil meine Mutter viele Jahre die Pille und in den Wechseljahren lange Hormone genommen hat, zudem war ihr Lebensstil alles andere als gesund, reichen erstmal regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen mit vaginal Ultraschall. Und den würde ich immer empfehlen auch wenn die Kassen das nicht zahlen.

Meine Brüste werden jährlich in der Mammographie angesehen werden. Reicht, denke ich. Ist ja auch Strahlung jedes mal. Die Empfehlung der Tumorkonferenz zur Bestrahlung zu gehen, werde ich nicht nachkommen. Das könnt ihr hier nachlesen. Schon komisch, wenn man als Patient das Gefühl hat, dass die nicht wissen was sie tun, die eigentlich wissen sollten was sie tun. Eine Bestrahlung nur zur Sicherheit, falls etwas ist, was vermutlich nicht ist, weil ja der Pathologe nichts gefunden hat… Das macht irgendwie keinen Sinn, dann müsste man ja sicherheitshalber den ganzen Körper bestrahlen.

Grundsätzlich mache ich jetzt sechsmal die Woche 1,5 Std. Sport am Morgen nach dem Frühstück. Ausdauertraining und etwas Gewichtstraining. Mein Ziel sind zwei bis drei Stunden an sechs Tagen die Woche. Warum genau, verrate ich euch in einem extra Blogbeitrag. Hier nur so viel: Fettgewebe fördert das Wachstum abnormaler Zellen. Allerdings bin ich noch weit entfernt von Routine und nicht an allen Tagen gehe ich mit Spaß zum Sport. Aber ich weiß, dass ich damit aktiv etwas gegen meinen Krebs tun kann. Sowohl vorbeugend als auch nachsorgend! Und aktiv zu sein, liegt mir ohnehin mehr als tatenlos zuzuschauen.

Daneben versuche ich auch meine Ernährung umzustellen. Weniger Kohlenhydrate, vor allem die aus weißem Zucker und Weißmehl. Das fällt mir super schwer, aber auch da kann ich euch sicher bald mehr darüber sagen und auch Rezepte zur Verfügung stellen. Das Ziel dabei ist, den Krebszellen (die entweder noch irgendwo sind oder die irgendwann vielleicht kommen) die Nahrung zu entziehen. Es ist nämlich erwiesen, dass Krebszellen Zucker zum wachsen benötigen. Den erhalten sie im Übrigen auch aus Alkohol…

Was ich aber schon jeden Tag mache ist, drei Tassen japanischen grünen Tee zu trinken. Der soll auch seine Wirkung haben – oder nicht, dass kommt darauf an wen man so fragt und auf welchen Seiten man so liest. Zumindest schadet er nicht. Und nachdem die Asiaten Brustkrebs eher seltener bekommen… Wenn ihr das ausprobieren wollt, lasst ihn 10 Minuten ziehen und trinkt ihn dann innerhalb einer Stunde.

Das habe ich im Übrigen aus dem Das Anti Krebs Buch“ von David Servan-Schreiber (Was uns schützt: Vorbeugen und Nachsorgen mit natürlichen Mitteln). Der Autor war Neurowissenschaftler und Psychiater, und selbst mit einem Gehirntumor gestraft mit dem er 20 Jahre lebte und erst im Jahr 2011 starb.