Veröffentlicht in Lebensstil, Psychisch

Scheiß auf Vorher-/Nachher Fotos – Beweg Dich einfach! Mein Wochenplan.

Ich war nun wirklich nie ein Parade Beispiel von einer Sportlerin. Als Mutter (unter der Woche alleinerziehend), etliche Umzüge und mit Job (manchmal Jobs) war ich ohnehin dauernd in Bewegung.  Abends dann Füße hoch und nichts mehr tun! Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, müde und ausgelaugt – ihr kennt das vermutlich. Gewichtsmäßig war ich immer ganz zufrieden mit mir. Mal 5 Kilo rauf und dann mal wieder runter – ohne nennenswerte Diäten. Ich war nie dürr, aber auch nie fett. So gut eben.

Irgendwann waren die Kinder aus dem Haus, die Wechseljahre kamen und ein paar Kilos dazu. Klar, hatte ja auch weniger zu tun ;-). Dafür fuhr ich Rad, Skifahren, Wandern und Fitnessstudio – alles so nach Lust und Laune und je nach Wetter- und Gemütslage.

Seit der Sache mit dem Brustkrebs und meiner Recherche über die Zusammenhänge, wurde mir klar, dass ich mehr tun will. Fettgewebe begünstigt das Wachstum von entarteten Zellen – das ist wissenschaftlich belegt und nicht gut. Da auch sehr dünne Menschen über zu viel Fettgewebe verfügen können, haben wir es hier nicht mit „Abnehmen“ im eigentlichen Sinn zu tun. Zuallererst wird der Körper sich verändern, nicht zwangsläufig auch die Zahl auf der Waage. Aber die in der Regel dann auch. Je mehr Übergewicht Du hast, desto eher sieht man etwas. Ganz dünne Menschen werden vermutlich nichts sehen oder sogar eher mehr Kilos auf die Waage bringen. Das liegt an den Muskeln, zu denen das Fettgewebe geworden ist und die sind schwerer.

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Grundsätzlich gilt dabei, dass Du auch genug essen musst, aber darüber schreibe ich einen extra Beitrag weil das sonst hier den Rahmen sprengen würde. Es spielt also keine Rolle ob Du dick oder dünn bist und auch nicht, ob Du heute anders aussiehst als in einem halben Jahr. Wichtig ist nur, dass Du Dich genug bewegst, damit Krebszellen es schwerer haben, langsamer wachsen oder gar nicht erst entstehen. Stell Dir vor, Du kannst auch Deine körpereigene Abwehr damit aktivieren gegen einzelne Zellen vorzugehen und somit auch zur Vorsorge und Nachsorge aktiv mithelfen.

Der Nachteil, es bringt nur etwas, wenn Du es täglich machst. Du isst ja auch täglich, also musst Du Dich auch täglich bewegen. Als Faustregel: mindestens sechsmal die Woche eine halbe Stunde. 

Gut ist eine Ausgewogenheit zwischen aerobem oder anaerobem Training.

  • Bei der Fettverbrennung (Abnehmen) und dem Ausdauertraining ist ein aerobes Training im unteren und moderaten Pulsbereich notwendig.
  • Für den Muskelaufbau machst Du anaerobes Training im oberen Pulsbereich.

Deine Herzfrequenz ist hierbei Deine Orientierung. Aerobes Training liegt bei 70-80% Deiner maximalen Herzfrequenz. Was darüber geht, trainiert im anaeroben Bereich. Hier findest Du einen Online Rechner. Aber immer auf Dich selbst achten. Wenn Du schnaufst und gerade noch sprechen kannst, aber nicht mehr singen, bist Du noch im aeroben Bereich. Wenn Du nicht mehr sprechen kannst, dann im anaeroben Bereich – z.B. beim Krafttraining. Wenn Du gesundheitlich nicht fit bist, dann einen Physiotherapeuten dazu befragen. Grundsätzlich fang langsam an. Wenn Du am nächsten Tag noch völlig fertig bist, war es  zu viel. Dann reduzieren. 

So sieht es bei mir aus 😉

Jetzt denkst Du Dir vielleicht: „Oh, Himmel! Wann soll ich das denn alles unterbringen?“

Darauf antworte ich Dir: „Du kannst es auch lassen und was hast Du dann für Dich gewonnen? 

Oder anders: Was von Deinen Tagesaufgaben machst Du nur für Dich? Was davon gesünder zu sein/werden? Was davon hilft Dir länger zu leben? Und was davon ist so wichtig, dass Du Dein eigenes Leben dafür gibst?

Wenn Du nicht wirklich gute Antworten darauf hast, fang an Sport zu machen 😉

Mein Plan sieht derzeit so aus: 

Montag: Morgens 1 Std. moderates Krafttraining und Dehnen im Gym, Abends 30 Min. Joggen

Dienstag: Morgens 1 Std. moderates Krafttraining und Dehnen im Gym, Abends 30 Min. spazieren gehen und/oder Kickboxen (nach YouTube Video zu Hause 😉 )

Mittwoch: Morgens 1 Std. moderates Krafttraining und Dehnen im Gym, Abends 30 Min. Joggen

Donnerstag: Morgens 1 Std. moderates Krafttraining und Dehnen im Gym, Abends 30 Min. spazieren gehen und/oder schwimmen

Freitag: Morgens 1 Std. moderates Krafttraining und Dehnen im Gym, Abends 30 Min. Joggen

Samstag: Ausflüge mit 5-15 km gehen,  Abends evtl. schwimmen

Sonntag: Abends evtl. schwimmen

Gerade am Anfang ist es wichtig, sich nicht zu viel aufzuerlegen. Vielleicht gehst Du nur spazieren, wenn Du gerade keine Lust auf Joggen hast. Wenn ich nur 30 Minuten Krafttraining schaffe, ist es auch in Ordnung. Wichtig ist, überhaupt anzufangen.

Ich habe mir feste Termine gesetzt – so als müsste ich zur Arbeit gehen. Keine Ausreden. Nach ein paar Wochen ist es schon zur Routine geworden und völlig selbstverständlich ziehe ich morgens meine Sportsachen an. 

  1. Du kannst auch auf den Stepper oder Fahrrad fahren. Dann erhöhst oder senkst Du den Widerstand der Pedale um die Herzfrequenz zu steuern. Ist auch oft von der Tagesform abhängig. Hier nur im aeroben Bereich trainieren. Du kannst auch einfach draußen mit dem Fahrrad fahren. 
  2. Beim Krafttraining bis an die Grenzen gehen und gerne mit ein oder zwei Wiederholungen darüber hinaus – bis es brennt in den Muskeln und Du stöhnst. Entweder erreichst Du das über die Gewichte, die immer mehr werden oder über die höhere Anzahl an Wiederholungen. Dann bist Du kurzfristig im anaeroben Bereich. Dann locker ein bis zwei Minuten Pause einlegen. Grundsätzlich eher langsam als schnell die Gewichte bewegen. Lieber Hanteln als Maschinen. Und keine Angst! Muskelprotz kannst Du dabei nicht werden. Es gibt viele YouTube Videos, die Du Dir ansehen kannst oder einfach mal einen leckeren personal Trainer buchen ;-).
  3. Joggen war nie wirklich meine Leidenschaft, aber man sollte nie, nie sagen… Ich habe angefangen mit schnellem Gehen. Das war dann auch schon ausreichend um in den anaeroben Bereich zu gelangen :-D. Mit der Zeit blieb ich in der Fettverbrennungszone und ich bin dann immer mal ein paar Stücken langsam gejoggt bis die Herzfrequenz erst in den aeroben Bereich ging und dann zu hoch, so dass ich weder sprechen noch singen konnte ;-). Dann wieder nur laufen. Und so weiter. Mit Geduld werden die Stücken dazwischen, die man joggen kann immer länger.  Und mit Kevin von Runnersflow schafft es vermutlich jeder innerhalb von 6 Wochen 30 Min. am Stück zu laufen. 
  4. Das Schwimmen im aeroben Bereich. Dabei Brust- und Rückenschwimmen abwechseln. 

Und stolz darfst Du immer auf Dich sein! Umsonst heißt die erste Zone nicht Herz- und Gesundheitsbereich ;-).

Unterstützend habe ich einen Fitnesstracker und natürlich Musik auf den Ohren oder ein gutes Hörbuch. Empfehlen kann ich die Polar m430, bei der Du mit App bzw. am PC auch Deine Schlafgewohnheiten überwachen kannst. Hier siehst Du auch Deine Herzfrequenz und erfährst wie viele Kalorien Du zusätzlich verbraucht hast. 

Musik höre ich über Deezer. Das geht weltweit und mit ein 14,85 Euro im Monat, kannst Du Dir die Kosten der Offlinemusik mit bis zu 5 Freunden/Verwandten teilen und sogar für jeden eigene Profile/Playlists erstellen. Du kannst es 30 Tage kostenlos testen. 

Weil es ja auch um die Ernährung geht, allerdings in einem anderen Blogbeitrag, hier noch der Hinweis auf eine ganz gute App – Lifesum.


Und wenn mal nichts geht oder Du Übungen zum Dehnen und/oder Kraftaufbau für zu Hause möchtest, empfehle ich Dir die eCards von Kevin Besser von Runnersflow – hier gibt es auch einen kostenlosen 6 Wochen Trainingsplan für Laufanfänger. Die eCards kannst Du am Handy dabei haben oder/und ausdrucken und an die Wand kleben (hierfür z.B. die Cards mittels Snipping Tool ausschneiden und in einen Tabelle in Word einfügen).

Veröffentlicht in Allgemein, Medizinisch

Berechne Dein persönliches Brustkrebs RISIKO

JEP! Die gibt es und zwar jede Menge. In der Grafik sind aber nur einige davon aufgeführt.  Manche davon kannst Du beeinflussen und manchen bist Du scheinbar hilflos ausgeliefert. Ob das wirklich so ist oder nicht, entscheidest Du am Ende allein.

Wie funktioniert das eigentlich mit den Risikogruppen? Wie werden sie gefunden? Stell Dir vor, ich würde eine bestimmte Menge an Brustkrebs erkrankten Frauen fragen, ob sie schon einmal mit einem Flugzeug in den Urlaub geflogen sind, weil ich vermute, dass dies ein Auslöser für Krebs sein kann. Jetzt nehme ich die Antworten und schaue sie mir an. Wenn viele Frauen schon geflogen sind, ist die Wahrscheinlichkeit am Ende höher an Krebs zu erkranken – zumindest behaupte ich das. Ob es wirklich so ist, kann ich nicht sagen. Es ist eine mögliche Ursache, keine Tatsache. Genauso gut könnte ich erfragen, wie oft die Frauen sich die Haare kämmen oder in den Spiegel schauen…

Allerdings gibt es auch Risiken, die durch wissenschaftliche Versuche z.B. an Mäusen bestätigt wurden. Das Rauchen zum Beispiel. Dabei auch interessant, dass ein Joint/Cannabis bis zu 20 mal schädlicher ist als eine Zigarette. 

Ich stelle euch erstmal fünf Risiko-Gruppen vor, die Wissenschaftler aus Studien gebildet haben:

  • Lebensalter
  • Risiko Gene
  • Lebensstil
  • Umwelt
  • Hormone

Lebensalter – Wenn Du über 50 bist, dann hast Du Pech. Denn damit gehörst Du zu der Gruppe, die am häufigsten an Brustkrebs erkrankt. Eine Prozentzahl habe ich jetzt nicht, aber jedes Jahr erkranken in Deutschland ca. 72.000 Frauen daran. Unter 50 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit nur bei 18 % – also so jede 5 Frau oder bezieht sich die Prozentzahl auch auf Männer?

Ich denke, dieses Risiko ist kompletter Quatsch, denn Frauen werden in der Regel erst ab 50 zum Mammographie Programm eingeladen. Das heißt also nicht, dass nicht vorher schon was da war. Außerdem gehen nicht alle Frauen zur Vorsorge.

Risiko Gene – eine meiner Lieblingsrisiken. Das Risiko liegt bei 5 % – 10 %, dass Brustkrebserkrankte genetisch belastet sind. Das kann man mit einem Bluttest feststellen lassen und das zahlen die Krankenkassen, wenn in der Familie schon Fälle von Brustkrebs oder/und Eierstockkrebs vorgekommen sind. Also, das bedeutet, dass über 90 % aller Brustkrebserkrankten „spontan“ Krebs bekommen haben. Damit stellt sich auch die Frage, ob die Gengeschichte auf Dauer haltbar ist, wenn man sich die Lebensumstände der älteren und alten Patienten mal genauer ansehen würde (Pille, Hormone in den Wechseljahren, Alkohol, Nikotin, wenig Bewegung, Ernährung, Übergewicht, Umweltgifte wie Asbest usw.). Dazu kommt, dass es sich um ein Risiko handelt und nicht gesagt ist, dass es eintrifft. 

Lebensstil – Es ist nicht neu, dass wir mehr für unsere Gesundheit tun sollten. Vermutlich auch deshalb, weil unsere Umweltbelastung immer schlechter wird und das Risiko schon deshalb erhöht. Also mehr Sport bzw. Bewegung und das täglich und nicht nur ab und an. Das bestätigen immer mehr Studien. Dazu viel Obst und Gemüse und vollwertige Kohlehydrate wie sie z.B. in Vollkornbrot stecken. Rotes Fleisch lieber meiden und dafür Fisch und Huhn. Oder gleich vegetarisch und das Eiweiß mit Hülsenfrüchten usw. ersetzen. Alkohol, Nikotin, Medikamente und Übergewicht katapultieren Dich gleich mal nach ob an die Risikoliste. Auch die Psyche spielt eine große Rolle, aber noch nicht wirklich für die Mediziner. Hier sollten wir Frauen viel achtsamer mit uns selbst umgehen. Wer zufrieden ist, greift weniger zu Süßem oder Alkohol usw., hat mehr Lust auf Bewegung und dadurch funktioniert die körpereigene Abwehr wesentlich besser. 

Umweltbelastung – Dieser Punkt wird von den Fachleuten vernachlässigt und spielt keine Rolle. Warum? Ich denke, weil man damit nichts verdienen kann. Das kostet nur, also es zu beheben bzw. zu ändern. Denken wir mal wieder an das Asbest und dann an Tschernobyl, Fukushima, Glyphosate, Feinstaub, Schwermetalle, Hormone- und Antibiotika, Pestizide, Farb- und Aromastoffe, Mikroplastik usw. Dazu kommt die Belastung des Röntgen und Bestrahlen – wenn ihr mehr dazu wissen wollt, lest meinen letzten Roman (Die Zifferblattmalerin).

Hormone – und das ist das lustigste Risiko (Ironie), weil es praktisch aussagt, dass Du eben Pech hast, wenn Du als Frau geboren wurdest. Die Hormone haben nämlich in jedem Lebensalter und -phase irgendeinen Einfluss, der Dein Krebsrisiko angeblich erhöht. Wann hast Du Deine Periode das erste Mal bekommen? Wann das letzte Mal? Wie viel Kinder geboren, und in welchem Lebensalter, hast Du gestillt? Wenn ja wie lange? Wann haben Deine Wechseljahre angefangen, wie lange haben sie gedauert? Und so weiter…

Für mich sind diese Risiken nichts weiter als Zufälle. Zufälle deshalb, da die meisten Patienten Frauen sind und es daher ganz normal ist, dass diese Faktoren überhaupt erstmal vorhanden sind. Diese Daten zu sammeln und daraus eine Risikowahrscheinlichkeit zu kreieren mutet wie das werfen einer Münze an. 

Berechne Dein eigenes Risiko:

Ich hänge Dir die Grafik von oben hier noch einmal an. Sie ist nur ein Beispiel. Für manche Risikofaktoren gibt es Wahrscheinlichkeiten in Prozent, für andere nicht. Manches kannst Du auch nicht beeinflussen, wie Dein Alter zum Beispiel. Aber das spielt auch nicht wirklich eine Rolle. Wichtig ist, dass Du für Dich selbst Faktoren in Deinem Leben ansiehst die nicht gut sind und sie dann einschätzt. Zum Beispiel findest Du, dass Du psychisch belastet bist – vielleicht durch ein Kindheitstrauma… Versuche eine Einschätzung zu machen, wie sehr dies Deinen Alltag, Dein Leben beeinflusst und gib dem eine Prozentzahl. Und so machst Du weiter. Menschen die in höheren Lagen wohnen sind z.B. mehr natürlicher Strahlung ausgesetzt als Menschen nahe der Wasserkante. In Großstädten muss die Prozentzahl höher sein, als am Land. usw.

Am Ende siehst Du wie hier am Beispiel ganz genau um welche Dinge Du Dich dringend kümmern musst, bzw. die Du lieber in Zukunft lassen solltest. Ob das Krebs wirklich verhindert, kann Dir niemand sagen, aber auf jeden Fall lebst Du bewusster und vermutlich auch zufriedener. Denn die Ursachen für Krebs an sich sind nicht klar, es sind nur Vermutungen auf Grund von Statistiken bzw. Versuchen im Labor. 

Fiktive Grafik!
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Brustkrebs Runde 1: Lebensqualität vs Lebensquantität

Krebs an sich, also abnorme Zellen kann praktisch jeder in sich tragen. Du auch schon, während Du das hier liest. Abnorme Zellen fallen oft erst später als Knoten o.ä. auf, bei manchen wachsen sie so langsam, dass sie bis zum Tod keine weiteren Probleme machen.

Brustkrebs fällt dank der Mammographie heute oft schon ganz bald auf. Als sog. Mikrokalk und wenn Du Glück hast, ist dieser noch begrenzt und streut nicht. Allerdings gibt es 3 unterschiedliche Grade. Je höher der Grad, desto schneller und bösartiger die Zellen. Bei schnell wachsenden Zellen (wie bei mir G3), besteht die Gefahr, dass er über die Blutbahnen in Leber, Gehirn, Lunge und/oder Knochen streut oder schon gestreut hat. Das nennt man dann invasiv. 

Jeder Brustkrebs ist anders. Die Gemeinsamkeit ist oft nur der Aufenthaltsort. Jeder Brustkrebs muss also genau betrachtet werden und auch die äußeren Umstände bzw. die Ganzheitlichkeit müssten mehr berücksichtigt werden – da ist noch viel Platz nach oben. Es gibt laut Fachleuten keine Standardtherapie und damit ist kaum ein Brustkrebsschicksal mit einem anderen vergleichbar. Was aber immer gleich ist, ist die Strategie zur Krebsbekämpfung:

  1. Entfernen, was geht.
  2. Was nicht entfernt werden kann, abtöten.
  3. Was nicht getötet werden kann, am Ausbreiten hindern.

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber das hört sich wie eine Strategie eines Generals im Krieg an. Ärzte versuchen den Krebs also entweder auszuheilen (kurativ behandeln), was Jahre in Anspruch nehmen kann oder, wenn es schon zu spät ist, den Krebs zumindest zurückzudrängen (palliativ behandeln), ihn eine Weile am Wachsen zu hindern. Das kann auch Jahre dauern. So wird der Patient oft kurativ behandelt bis nichts mehr geht und dann geht das nahtlos in palliativ über. Manche wissen fast bis zum Schluss nicht, dass es keine Heilung mehr gibt.

In beiden Fällen bedeutet das unter Umständen mehrere OPs und/oder Strahlentherapien, Medikamente, Chemos und Medikamente gegen die Nebenwirkungen. Und da habt ihr auch schon den Widerspruch. Auf der einen Seite gibt es also keine Standardtherapie und die Behandlungen sollen individuell auf den Patienten abgestimmt werden und auf der anderen Seite gibt es eine Strategie, nach der vorgegangen wird. Na was denn nun?


Kompletter Artikel auf der Internetseite der deutschen Krebsgesellschaft.

Durch die Diagnose nach der Vakuumsaugbiopsie DCIS G3 wurde ich also mit 52 Jahren in eine Ausnahmesituation katapultiert, die sich niemand anmaßen sollte zu verstehen – auch kein Arzt! Das schlimmste sind dämliche Phrasen, wie „Das wird schon wieder“, „Ist doch nur Anfangsstadium“ oder später: „Sei froh, hat noch nicht gestreut“. Ganz hilfreich auch Aussagen wie „Lass rausschneiden und gut ist“. 

Es ist eben nicht gut. Und dies sollte es bei niemandem sein – völlig unabhängig ob mit Krebs oder irgendeiner anderen schlimmen Diagnose und auch nicht bei Menschen die meinen, alles sei bei ihnen in Ordnung und daher müsse man nichts am eigenen Leben ändern…

 Was ist mir wichtig im Leben? Will ich die Verantwortung für mein Leben tragen oder möchte ich das anderen (z.B. Ärzten) überlassen? Ich musste mich auch mit der Frage auseinandersetzen, ob z.B. 3 Jahre hochwertige Lebensqualität schlechter sind als 5 Jahre Leben mit Nebenwirkungen.

Für mich war aber schnell klar, dass ich wenn, dann an Krebs sterben werde und nicht an den Begleiterscheinungen irgendwelcher Therapien. Krebszellen können z.B. NUR während der Teilung durch  Chemo vernichtet werden. Leider teilen sie sich öfter, als Chemo verabreicht werden kann, denn sonst würde die Chemo uns sofort umbringen. Dazu kommen extreme Vergiftungserscheinungen und damit zusammenhängende Nebenwirkungen, die extrem schmerzhaft sind und deren Auswirkungen die Lebensqualität auf sehr niedriges Niveau fallen lässt. Die Frage, ob es hier einen wirklichen Nutzen gibt durch eine wirklich längere Lebenserwartung oder nicht, kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Für manche ist es die Rettung um vielleicht ein paar Jahre noch die eigenen Kinder aufwachsen sehen zu können, für andere hilft es nicht mal im entferntesten an die 5 Jahresgrenze heranzureichen. Es gibt keine Garantien.

Niemand kann also sagen, wann er sterben wird – die mit Krebs nicht, und die ohne auch nicht. Und glaubt mir, ich habe 5 Jahre Eierstockkrebsleiden meiner Mutter hinter mir, ich war überzeugt zu wissen, was wirklich vor sich geht. Himmel! War ich dumm! Der Vorteil für mich ist jetzt aber, ich sehe anders. Wenn man einmal das Vakuum zwischen „noch leben, aber nicht mehr dazugehören“ am eigenen Leib gespürt hat, ist nichts mehr wie es war. Und vieles spielt keine Rolle mehr. Nicht der Konsum, nicht irgendwelche Empfindlichkeiten anderer Menschen und nicht mal die Arbeit, die ich üblicherweise mache. 

Wie es dazu kam? Von der Entdeckung des Mikrokalks auf der Mammographie bis zum Ergebnis nach der OP durch den Pathologen vergingen bei mir insgesamt 3 Monate.  Drei Monate Ungewissheit und fehlende Aufklärung mit viel Salamitaktik und einer mangelhaften Klinik, aber auch drei Monate Zeit mich zu informieren, mir ein eigenes Bild zu machen und drei Monate Zeit, mir zu überlegen, was ICH eigentlich will – im Fall der Fälle. Und das hieß konkret:

Wie will ich sterben und wie will ich bis dahin leben?

Eine Frage, die wir uns eigentlich alle stellen sollten, aber Aktuell wird es leider meist erst, wenn wir Angst um unser Leben haben.  Ziemlich schnell war mir jedoch klar, dass Krebs auch eine ganzheitliche Angelegenheit ist. Also medizinisch, psychisch und der Lebensstil. Einfach nur was rausschneiden wird mir also nicht helfen. Das schien mir logisch, zumal das reine Behandeln des Krebses nicht wirklich erfolgsversprechend zu sein scheint. Zumindest wenn man sich die Statistiken und Studien einmal genauer ansieht.  

Ca. 88 Prozent der Patientinnen sind fünf Jahre nach der Brustkrebs-Diagnose noch am Leben.“ So die freudige Aussage der Statistiker, Mediziner und der verantwortlichen der Krebsforschung.  Hier ist natürlich invasiver (streuender) Krebs gemeint. Zum einen zeigt diese Aussage, dass niemand die 12 % der Frauen vor ihrem Tod, nach ihrer Meinung zur Überlebensrate gefragt hat und zum anderen, was sagen 88 % der derzeit lebenden Patientinnen dazu, dass sie mal gerade 5 Jahre hatten und der Rest ziemlich ungewiss sein kann/wird. Denn hier ist auch ungefähr die Grenze, an der der Krebs wiederkommt, sich massiv ausbreitet oder Frauen daran sterben. Wen die Medizin aber bis dahin am Leben erhalten kann, gilt als erfolgreich behandelt – also in der Statistik.

Dazu kommt, dass es hierbei nicht um das „WIE bleibt man am Leben“ geht, also nicht um die Lebensqualität, auch wenn das gerne so propagiert wird. Es geht eben nur um statistische Größen und genau in diese Mühlen gerät jede Frau mit DCIS / Brustkrebs hinein. Der Mensch an sich wird zu einem Forschungs- und Studienobjekt. Im Übrigen haben die Wissenschaftler und Mediziner keine Ahnung wann ein DCIS invasiv wird… 

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Es ist Krebs, es ist kein Krebs, es ist… – Ab wann ist es Brustkrebs?

Zuerst einmal: Gutartige Geschwüre, Zysten oder Abszesse sind kein Brustkrebs.

Wenn ihr wissen wollt, wie Krebszellen genau entstehen, ist hier eine gute Erklärung dazu.

DCIS = Ductal carcinoma in situ (duktales Karzinom an Ort und Stelle) oder auch duktales Mammakarzinom nicht invasiv (nicht streuend). Duktal bedeutet lediglich, dass der Krebs von den Milchgängen ausgeht. Wir haben es hier mit abnormalen Zellen innerhalb der Milchgänge zu tun haben. Es ist die früheste entdeckbare Form von Brustkrebs – bösartige Tumore. Sie ist auf die Milchgänge beschränkt und (noch) nicht streuend. Gehen die veränderten Zellen von den Drüsenläppchen aus, wird es lobuläres Karzinom (LC bzw. LCIS) genannt.

Ob und wie schnell ein DCIS invasiv wird und streut ist nicht zu sagen. Eine Einteilung, die der Pathologe bei der Stanz- oder Vakuumsaugbiopsie vornimmt, wird zwischen G1, G2 und G3 gemacht. G1 und G2 wächst langsamer als G3. Je höher der Grad, desto weniger ähneln die veränderten Zellen gesunden Zellen. Bei Grad 1 und 2 wird davon ausgegangen, dass ein erneutes Auftreten nach Entfernung eines DCIS frühestens nach 5 Jahren erfolgt. Bei Grad 3 innerhalb von 5 Jahren. Kann, muss aber nicht. Je höher das Grading und die Fläche desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs schon an einer oder einigen Stellen des Milchgangs invasiv/ausgetreten/streuend ist (kann erst der histologische Befund nach einer Biopsie bzw. OP zeigen!). Je höher das Grading, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs bei Wiederauftreten invasiv ist.

Wenn DCIS streut, also invasiv ist, spricht man nicht mehr von DCIS, sondern IDC.

IDC = Invasive ductal carcinoma (invasives duktales Karzinom) oder auch Mammakarzinom invasiv (streuend). Das bedeutet, dass wir es hier mit abnormalen Zellen nicht mehr nur innerhalb der Milchgänge zu tun haben. Die bösartigen Zellen sind also schon in das umliegende Gewebe gebrochen. Das lässt sich nicht immer durch eine Biopsie feststellen, sondern oft erst nach der OP durch eine aufwendige histologische Untersuchung des entnommenen Gewebes.

Brustkrebs = medizinisch: Mammakarzinom und umfasst DCIS und IDC. An Brustkrebs sterben mehr Frauen als an irgendeiner anderen Krebserkrankung. Als Brustkrebs werden dann auch Metastasen bezeichnet, die in Leber, Lunge, Gehirn und Knochen gefunden werden.


Gut zu wissen, gut darüber nachzudenken:

  • In den meisten Fällen entwickelt sich Brustkrebs (Mammakarzinom, DCIS, IDC), also bösartige Tumore aus den Zellen der Milchgänge. Selten aus den Zellen der Drüsenläppchen. Dann wird er LCIS genannt. Auch seltenere Mischformen sind möglich.
  • DCIS (Ductal carcinoma in situ) ist Krebs, auch wenn die Fachleute lieber offiziell von einer Vorstufe sprechen, weil es ja noch nicht gestreut hat. Das ist vor allem so, da seit der Einführung der Mammographie extrem viele Mikrokalk/DCIS entdeckt werden – ca. 25 %. Es ist also die Art der Mediziner keine Panik zu machen, statt ordentlich aufzuklären. Dazu kommt leider, dass es nach der Biopsie oder/und der OP auch zur Diagnose „invasive Stellen“ kommen kann und die Diagnose von DCIS in IDC gewandelt wird.  Allein, dass in Brustzentren nicht mehr von DCIS sondern nur noch von Mammakarzinom/Tumor die Rede ist, sollte als Beweis ausreichen.
  • Aber ganz sicher könnt ihr sein, wenn euch der nummerierte Nachsorgekalender in die Hand gedrückt wird. Und das passiert immer – egal ob invasiv oder nicht. Und es ist ja auch logisch. Eine Schwangere erhält ja auch den Mutterpass obwohl sie genau genommen noch keine Mutter ist – weil da nämlich schon „was“ ist. Eben wie beim Krebs, nur das es da nicht um eine so schöne Angelegenheit geht – aber hey! Positiv denken!
  • Die Brust wird medizinisch in Quadranten eingeteilt. Ca. 50 % aller Karzinome entstehen im oberen äußeren Quadranten.
  • Ärzte unterscheiden grundsätzlich zwischen einem invasiven und einem nicht invasiven Mammakarzinom. Beim invasiven Mammakarzinom siedeln Krebszellen bereits im umliegenden Gewebe und können über Lymphknoten und Blutbahnen in anderen Körperregionen Metastasen bilden oder schon gebildet haben. Häufig streut Brustkrebs in Knochen, Lunge, Leber und Gehirn. Im Fall einer Metasierung ist eine Heilung ausgeschlossen.
  • Daher ist es eigentlich unverantwortlich bei der Mammographie entdeckten Mikrokalk (DCIS) nur zu beobachten, statt ihn sofort zu entfernen. Patientinnen sollten darauf bestehen! Durch die Mammographie kann nämlich nicht belegt werden, ob und wann ein DCIS invasiv (IDC) ist oder wird. Selbst die Biopsie ist hierbei nur ein Anhaltspunkt.  
  • Zu bedenken gilt auch der Nutzen bzw. Schaden (evtl. Verteilung von Zellen) einer Stanz- oder Vakuumsaugbiopsie.
  • Vergleichsweise seltener ist die Brustkrebserkrankung in Afrika und Asien zu finden. Ich werde mich für euch da mal umschauen…
  • In den westlichen Ländern sinkt die Sterberate. Ob das wirklich so ist, oder mit der 5-Jahres-Überlebensrate – also Stastistiken und den besser abgestimmten Lebenserhaltenen Giften wie bei der Chemo zusammenhängt, müsste man ergründen/recherchieren und vielleicht mache ich das mal für euch. Allerdings steigt die Brustkrebsrate derzeit bei jungen Frauen in den USA ohne dass es dafür eine Erklärung gäbe – also keine offizielle.
  • Diskutierte, auslösende Faktoren für Brustkrebs wie Linkshändigkeit, scheinen nicht zielführend und helfen den erkrankten Frauen nicht. Forschungen dazu verschlingen Unsummen, die woanders besser eingesetzt werden könnten.
  • Es gibt keinen schweren und leichten Krebs! Es gibt Krebs im Anfangsstadium und im fortgeschrittenen Stadium. Zu behaupten, dass Krebs geheilt werden kann, halte ich für gewagt. Die Frage ist hierbei, ob es einen Arzt gibt, der das Garantieren würde und auch garantieren würde, dass keine weiteren abnormalen Zellen im Körper vorhanden sind? Ich schätze mal zu 99,9% dass hier ein „Nein“ käme…
  • Es gibt erbliche Veranlagungen, die jedoch prozentual selten sind (5 – 10 %).
  • Das medizinische Vorgehen basiert meist aus Erfahrungen aus Studien. Es folgt der weltweit akzeptierten S3-Leitlinie, die von verschiedenen Gruppen im Konsens beschlossen wird.
  • Das Ziel die Sterblichkeit (Mortalität) zu senken, bedeutet in der Medizin für den Brustkrebs immer noch die 5 Jahres Rate. Aber bei Brustkrebs gibt es gar keine 5 Jahres Rate. Der Krebs kann immer wieder kommen. (Breast Cancer Action vom Aug. 2013 im Journal of the National Cancer Institute).
  • Dafür werden folgende Behandlungen gemacht: Operationen, Strahlen- oder/und Hormontherapien, Chemotherapien.
  • Daher sollten Patienten sich eindringlich mit den Langzeitfolgen der empfohlenen Therapien auseinandersetzen (z.B. Herzkrankheiten, Zweittumor und strahlenbedingte Knochenbrüche, Demenz, Schädigung des Rückenmarks, Schmerzen durch Lymphödeme und psychische Langzeitfolgen) und mit Alternativen, die nicht von der Schulmedizin empfohlen bzw. angewendet werden. Aber Achtung vor Scharlatanen.
  • Die Brustdichte wird bei der Mammographie in vier Stufen gemessen. Stufe 1 und 2 bedeutet, dass das Brustgewebe nicht sehr fest ist. 3 und 4 bedeutet festes Gewebe und bedeutet auch, dass Tumore bei einer Mammographie weniger gut entdeckt werden können. Hier hilft das MRT, aber da dies teuer ist, wird es selten bei Kassenpatienten gemacht. Dadurch werden aber viele Veränderungen zu spät entdeckt und ziehen teure, aufwendige und belastende Behandlungen nach sich, die nicht mehr lebensrettend sind.
  • Immer öfter hört man von Übertherapie wegen der Frühentdeckung bei Mammographien, da auch Frauen mit harmlosen Veränderungen in „Angst und Schrecken“ versetzt werden. Ach gottele! Wie schlimm! Fragen wir mal die, die eine Krebsdiagnose erhalten haben und heilfroh sind, dass sie (erstmal) nur mit wenigen Maßnahmen davonkamen.